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Für Paare in jeder Beziehungsphase

Paarmediation in Düsseldorf Paare geraten manchmal in Muster, aus denen sie alleine nicht mehr herausfinden. Die Paarmediation ist kein Ort für Urteile, sondern für Klarheit: Was braucht jede und jeder von uns? Was wollen wir gemeinsam?

Für wen ist Paarmediation gedacht?

Paarmediation ist für zwei sehr unterschiedliche Situationen da – und beide sind gleich berechtigt.

Für Paare, die zusammenbleiben wollen und merken: So wie bisher wollen wir nicht weitermachen. Ein Thema kommt immer wieder – Geld, Familie, Aufgabenverteilung, Nähe und Abstand – und jedes Gespräch darüber endet an derselben Stelle.

Und für Paare, die sich trennen und das fair tun möchten. Ohne Rosenkrieg, ohne dass zwei Anwälte den Ton bestimmen, und besonders dann, wenn Kinder da sind, die weiterhin zwei Eltern haben werden.

Was ist der Unterschied zur Paartherapie?

Das ist die Frage, die am häufigsten kommt, und sie ist berechtigt.

Paartherapie arbeitet vor allem mit dem, was war: mit Mustern, Prägungen, wiederkehrenden Dynamiken. Sie ist offen im Zeitrahmen und geht in die Tiefe.

Paarmediation arbeitet mit dem, was kommt. Die Leitfrage ist nicht „Warum sind wir so geworden?", sondern „Wie wollen wir miteinander umgehen – ab jetzt?" Der Prozess ist zeitlich begrenzt und endet mit etwas Konkretem: einer Vereinbarung.

Beides schließt einander nicht aus. Manchmal ist Therapie das Richtige, und ich sage das dann auch. Ich bin Mediatorin, keine Therapeutin – wenn im Erstgespräch deutlich wird, dass Sie etwas anderes brauchen als das, was ich anbiete, ist das ein wichtiges Ergebnis und kein verlorener Termin.

Es geht nicht darum, wer Recht hat. Es geht darum, was beide brauchen.

Typische Themen

  • Wiederkehrende Konflikte, die nie zu Ende gesprochen werden
  • Geld: Aufteilung, gemeinsame Konten, unterschiedliche Vorstellungen von Sicherheit
  • Aufgabenverteilung im Haushalt und in der Sorgearbeit
  • Herkunftsfamilien und Schwiegereltern
  • Zukunftspläne, die auseinanderlaufen
  • Bei Trennung: Wohnung, Finanzen, Umgang mit den Kindern, gemeinsame Elternschaft

Was in der Paarmediation passiert

Der Kern der Arbeit ist ein Wechsel: von Positionen zu Anliegen.

Eine Position ist das, was jemand fordert: „Ich will, dass du am Wochenende zu Hause bist." Ein Anliegen ist der Grund dahinter: „Ich bin unzufrieden, weil mir unsere Gemeinschaft wichtig ist." Positionen schließen sich oft gegenseitig aus. Anliegen nie.

Meine Aufgabe ist es, den Rahmen zu halten. Ich sorge dafür, dass beide zu Wort kommen, dass zugehört wird, dass das Gespräch nicht in das alte Muster kippt. Ich frage nach, wo etwas unklar bleibt. Ich kümmere mich darum, dass das wirklich bei der Partnerperson ankommt, was gesagt wurde, sodass nach und nach wieder mehr Kontakt entsteht.

Was ich nicht tue: Partei ergreifen, bewerten oder Ihnen sagen, was Sie tun sollen. Mein Menschenbild ist von der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg geprägt: Ich gehe davon aus, dass hinter jedem Verhalten ein nachvollziehbares Anliegen steckt – auch hinter dem, das gerade völlig unmöglich wirkt.

Trennung: was Mediation leisten kann – und was nicht

Wenn Sie sich trennen, gibt es zwei Ebenen: die persönliche und die rechtliche. Die Mediation arbeitet auf der ersten und bereitet die zweite vor.

In den Sitzungen erarbeiten Sie gemeinsam, wie Sie es haben wollen: Wer bleibt in der Wohnung? Wie teilen Sie auf? Wie soll der Alltag der Kinder aussehen? Das Ergebnis ist eine schriftliche Vereinbarung, die Sie beide mitgetragen haben.

Was Mediation nicht ist: Rechtsberatung. Ich erteile keine. Bei Unterhalt, Zugewinn, Versorgungsausgleich oder Sorgerecht sollten Sie die Vereinbarung anwaltlich prüfen und je nach Inhalt notariell beurkunden lassen. Die Scheidung selbst läuft immer über ein Gericht. Was Sie sich sparen, ist nicht das Verfahren – sondern der Streit darin.

Wenn Kinder da sind

Kinder erleben eine Trennung mit. Meiner Überzeugung nach ist es dabei weniger die Trennung selbst, die belastet, als ein Konflikt zwischen den Eltern, der nicht aufhört – und in dem Kinder sich zwangsläufig positionieren müssen.

Genau da setzt Mediation an. Sie müssen sich nicht versöhnen und Sie müssen einander nicht mögen. Sie müssen eine Form finden, in der Sie als Eltern zusammenarbeiten können – auch wenn Sie als Paar nicht mehr zusammen sind.

Wie es abläuft

1. Erstgespräch – 30 Minuten, kostenfrei

Wir klären, worum es geht und was Sie sich von der Mediation erhoffen. Wenn Ihnen das lieber ist, spreche ich zunächst getrennt mit Ihnen beiden.

2. Auftragsklärung

Gemeinsam legen wir fest, welche Themen besprochen werden und nach welchen Regeln. Alles bleibt vertraulich.

3. Die gemeinsamen Sitzungen

In der Regel zwei bis vier Termine à 90–120 Minuten. Bei Trennungen mit Fragen zu Wohnung, Finanzen und Kindern werden es meist mehr.

4. Vereinbarung

Am Ende steht eine konkrete, schriftliche Vereinbarung. Sie entsteht aus Ihren Vorschlägen. Sie gehört Ihnen.

Vor Ort in Düsseldorf oder online

Ich arbeite in Düsseldorf und deutschlandweit per Videokonferenz. Bei einer Trennung, in der die Beteiligten bereits an verschiedenen Orten wohnen, ist online oft die praktikabelste Lösung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Paarmediation?

Das Erstgespräch ist kostenfrei. Die weiteren Sitzungen berechne ich nach Aufwand – die genauen Konditionen besprechen wir im Erstgespräch. Wie Sie die Kosten untereinander aufteilen, halten wir vorab gemeinsam fest.

Muss mein Partner oder meine Partnerin zustimmen?

Ja. Mediation ist freiwillig, beide müssen teilnehmen wollen. Wenn das noch offen ist, können Sie mich beide zunächst getrennt kennenlernen.

Wie viele Sitzungen braucht eine Paarmediation?

Eine Sitzung dauert in der Regel 90–120 Minuten. Ein einzelnes klar umrissenes Thema ist oft in ein bis zwei Sitzungen geklärt. Trennungen mit Fragen zu Wohnung, Finanzen und Kindern brauchen erfahrungsgemäß mehr Zeit.

Ersetzt eine Mediation den Anwalt bei einer Scheidung?

Nein. Mediation ist keine Rechtsberatung. In der Mediation erarbeiten Sie gemeinsam eine Regelung. Für rechtlich weitreichende Punkte wie Unterhalt, Zugewinn oder Sorgerecht sollte die Vereinbarung anwaltlich geprüft und je nach Inhalt notariell beurkundet werden. Eine Scheidung selbst muss immer über ein Gericht laufen.

Was, wenn wir uns nicht einigen?

Dann steht Ihnen jeder andere Weg weiterhin offen. Sie geben durch eine Mediation nichts auf.

Bleibt das wirklich unter uns?

Ja. Ich unterliege der Schweigepflicht. Und auch Sie beide sichern sich zu Beginn der Mediation gegenseitig die Verschwiegenheit zu. Sollte es im Rahmen der Lösung einzelne Punkte geben, die nach außen abgestimmt werden müssen, wird zu diesem Thema explizit eine Aufhebung der Verschwiegenheit vereinbart.

Gemeinsam klarer werden?

Das Erstgespräch dauert 30 Minuten, ist kostenfrei und unverbindlich – auf Wunsch auch zunächst getrennt. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

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